Deutschland ist ein Einwanderungsland, das von Migration und Diversität geprägt ist. Wie steht es um die psychische Gesundheit junger Geflüchteter und Jugendlicher mit Migrationshintergrund und wie wirkt sie sich auf ihren Integrationsprozess aus? Was kann das deutsche Versorgungssystem ihnen bieten?
Geflüchtete, besonders mit Kriegserfahrungen, sind oft mit erheblichen psychischen Belastungen konfrontiert. Traumatische Erlebnisse wie Gewalt, Verlust und die Umstände ihrer Reise haben langfristige Auswirkungen auf ihre mentale Gesundheit. Zusätzlich kommen belastende Lebensbedingungen in Aufnahmelagern und Flüchtlingsunterkünften hinzu.
Das deutsche Gesundheitssystem bietet grundsätzlich psychologische Hilfe, jedoch stoßen Betroffene häufig auf Hindernisse. Viele Fachkräfte sind mit den speziellen Traumata von Geflüchteten nicht ausreichend vertraut. Sprachbarrieren erschweren den Zugang zu Hilfe. Das führt dazu, dass junge Geflüchtete oft keine adäquate Betreuung erhalten. Lange Wartezeiten in einem ohnehin überbelasteten psychotherapeutischen Versorgungssystem verschärfen die Situation.
Wie junge Geflüchtete psychologisch unterstützt werden können und was das für ihre Integration bedeutet, bespricht der Psychologe Usama EL-Awad mit der Journalistin Isabelle Rogge in einer Live-Aufnahme des Körber-Podcasts Listen to Wissen.