Aufgrund des demografischen Wandels und der Zunahme älterer Menschen in der Bevölkerung rückt die Betrachtung der Gesundheit im Alter und deren Bedeutung für Teilhabe stärker in den Fokus. Für ältere Menschen, die teilweise seit vielen Jahren mit körperlichen oder psychischen Erkrankungen leben, ergeben sich mit zunehmendem Alter andere Möglichkeiten oder Grenzen von Autonomie und Teilhabe als für Menschen, die ohne chronische Erkrankungen und Einschränkungen ein höheres Alter erreichen. Daher ist es von Bedeutung, die gesundheitliche Lage verschiedener Gruppen, z. B. nach Geschlecht, Altersgruppe, sozioökonomischem Status oder Regionen, zu vergleichen, um Handlungsbedarfe aufzuzeigen.
In der Expertise „Gesundheit im Alter und deren Bedeutung für Teilhabe“ werden anhand von empirischen Daten verschiedene Zusammenhänge von Gesundheit und Teilhabemöglichkeiten von älteren und hochaltrigen Menschen aufgezeigt. Mit der bundesweiten Befragungs- und Untersuchungsstudie Gesundheit 65+ und der bundesweiten telefonischen Befragungsstudie GEDA: Gesundheit in Deutschland aktuell 2019/2020-EHIS des Robert Koch-Instituts werden insgesamt 18 verschiedene Gesundheitsindikatoren ausgewertet und Unterschiede nach Alter, Geschlecht und Bildungsniveau dargestellt.
Die Expertise wurde Anfang 2025 im Rahmen des Neunten Altersberichts der Bundesregierung veröffentlicht.